Was ist Ecstasy?
- Ecstasy (Methylendioxymethamphetamin, MDMA) gehört zu der Gruppe der Amphetaminabkömmlinge
- Zu Ecstasy zählen auch Substanzen wie MDE, PMA, MDA, TMA und andere Strukturvarianten, allgemein als Designerdrogen bezeichnet
- Ecstasy führt nicht zu einer körperlichen Abhängigkeit, des Potential der psychischen Abhängigkeit ist jedoch hoch
Was sind die Effekte?
- Ecstasy bewirkt ein überwältigendes Gefühl der Nähe zu anderen Menschen
- Es besitzt auch leicht stimulierende und halluzinogene Eigenschaften
- Herzfrequenz, Blutdruck und Körpertemperatur steigen an
- Als Nebenwirkungen sind bekannt: trockener Mund, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Unruhe, Ängste, psychisches Unwohlsein
- Bekannte Nachwirkungen sind Müdigkeit, Erschöpfung, Motivationslosigkeit, Depression
Wie wirkt Ecstasy?
- Freisetzung von Serotonin aus Nervenendigungen im Gehirn
- Hemmung der Rückaufnahme des Serotonin in diese Nervenendigungen
- Hemmung der Neusynthese von Serotonin in den Nerven
- Diese Effekte bewirken eine Verarmung spezieller Nerven an dem Überträgerstoff Serotonin, die Wiederherstellung des Gleichgewichts im Serotoninhaushalt beträgt fast eine Woche
Wie wird Ecstasy benutzt?
- Ecstasy wird fast ausschließlich in Tablettenform konsumiert, Inhaltsstoffe und Dosis sind allerdings unbekannt
Welche Risiken gibt es?
- Es sind Todesfälle nach Ecstasykonsum aufgetreten, es gibt derzeit keine Risikogruppen
- Es gibt noch keine Daten zu den Langzeiteffekten von Ecstasy, in Tierversuchen sind jedoch irreversible Schädigungen der Nervenzellen beschrieben
- Nach längerem Gebrauch werden gehäuft Depressionen berichtet
- Es gibt vermehrt Hinweise, daß Ecstasy bei langdauernder Anwendung durch Zerstörung von Nervenendungen im Gehirn für den Menschen sehr gefährlich sein kann
aus Ärzteblatt 47,2001